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Amnesty International-Bericht stellt die ivorische Regierung bloß

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Seit fast zwei Jahren reden die Ivorer von den Missetaten in ihrem Land, ohne dass sie auf internationaler Ebene Gehör finden. Die Länder-Gemeinschaft, die dem jetzigen Präsidenten Alassane Ouattara an die Macht geholfen hat, stellt sich blind und taub.
Was anderes war zu erwarten? Wie hätten Sarkosy (oder jetzt Hollande), Obama oder Cameron der eigenen Bevölkerung erklären können, dass sie sich bei dem Mann, für den sie sich stark gemacht hatten und den sie — teilweise– so hochgelobt hatten – er sei ein Demokrat, ein Mann mit sehr hoher Wirtschaftskompetenz usw – auf der ganzen Linie geirrt hätten? Dass dieser Mann eigentlich ein Diktator ist, der das Land Elfenbeinküste in den Abgrund stürzt, den Teil der Bevölkerung, der nicht für ihn ist, knebelt terrorisiert und teilweise ermordet lässt? Leider ist das die Realität in der jetzigen Elfenbeinküste, während alle seine Gönner und Unterstützer wegschauen.
Im Gegensatz zu Laurent Gbagbo, der ihnen ein Dorn im Auge war, und bei dem jede Verfehlung an den Pranger gestellt und lautstark gemeldet wurde, täuschen alle in Ouattaras Fall die Unwissenheit. Er wird in den westlichen Ländern — Deutschland inbegriffen(1) –  mit allen Ehren empfangen, und die Proteste, die gelegentlich diese Besuche begleiten, werden einfach nicht erwähnt. Alassane Ouattaras Untaten werden ausgeblendet, da er scheinbar zu den Guten gehört (2) oder soll man sagen zu den Nützlichen ?
Amnesty International, die sich sehr lange ziemlisch parteiisch verhalten hat, und die Verfehlungen dieser Regierung nicht oder kaum erwähnt hat, scheint endlich wach geworden zu sein. Am 26. Februar hat sie einen Bericht über die Elfenbeinküste veröffentlicht, der die Folter, Entführung und Ermordung der Bevölkerung dokumentiert
Auf 88 Seiten berichtet sie von den Greueltaten der FRCI, die nicht ausgebildete Armee Alassane Ouattaras, die zu großem Teil analphabet ist.
In diesem Bericht, den Amnesty International das «Gesetz der Sieger» genannt hat, erzählt sie von Folter, Entführungen, inoffiziellen Gefängnissen und Folterstellen, Ermordungen Gbagbos nahestender Ivorer usw. Einige Foltermethoden sowie Fälle von gefolterten Menschen, die daran gestorben sind, werden genannt.
Alles das von einer «demokratischen» Regierung, die es besser machen sollte als die Vorgänger, aber die sich als schlimmer erwiesen hat, während alle schweigen.
Wegen all dieser Vorkommnisse befürchte ich, dass der Krieg wieder aufflammt. Im Moment sind diejenigen, die verfolgt sind vor Angst gelähmt aber meine Sorge ist, dass sie irgendwann diesen Zustand überwinden und sich rächen wollen.
Alle Appelle der Ivorer, und von Menschen die das Land lieben, an die Regierung in Abidjan und ihre Unterstützer sind bis jetzt ohne Erfolg geblieben, und das ist ein schlimmes Zeichen für die Zukunft der Elfenbeinküste. Leider….

(1) Alassane Ouattara war vom 15-17 Januar 2013 zu Besuch in Deutschland

(2) Siehe (K)ein Diktator https://sichtundansicht.wordpress.com/2012/06/01/kein-diktator-12-2/

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